Stadtentwicklung durch die Vergabe städtischer Grundstücke
Hamburg ist eine Hochburg des baugenossenschaftlichen Wohnens. Es gibt meines Wissens keine Stadt in Deutschland, in der mehr Menschen Mitglieder einer Wohnungsbaugenossenschaft sind und sich hierdurch ein sicheres, preiswertes und qualitative hochwertiges Zuhause sichern. Dies hat einen einfachen Grund: Die SPD hat zu ihren Regierungszeiten wert darauf gelegt, dass wenn städtische Grundstücke für den Wohnungsbau verkauft wurden, nicht nur der finanzielle Gewinn für die Stadt stimmte, sondern auch der Soziale. Bevorzugte Käufer des Grundstückes waren daher oft die Genossenschaften, die günstige Wohnungen garantieren konnten und wollten. Die gezielte Förderung dieser Wohnform birgt große Vorteile. Es dient der Wohnungsversorgung und der sozialen Stabilisierung von Quartieren. Für Familien ist es im Rahmen des Dauerwohnrechts attraktiv. Einkommensschwachen Bevölkerungsteilen kann es eine soziale Stabilisierung bieten oder aber auch ein wichtiger Beitrag zur privaten Altersversorgung sein.
Die CDU sah dies seit 2001 leider anders. Für sie gilt seit dem nur die große Kasse durch Grundstückspreise, bei denen sozial orientierte Genossenschaften nicht mehr gegenüber gewinnorientierten Hedgefonds mithalten können.
Die SPD hält dieses Vorgehen für schlichtweg falsch, unsozial und familienfeindlich. Wir haben daher einen Antrag eingebracht, in dem wir den CDU-Senat auffordern, wieder zu einem sozialeren und für die ausgewogene Stadtentwicklung angemesseneren Grundstücksvergabekonzept zurückzukehren.
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