Aktuelles der SPD-Fraktion zum Thema Kinderbetreuung…
Nur noch wenige vollzeitbeschäftigte pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Hamburger Kitas, arbeitslose Eltern, deren Kinder aus der Betreuung fallen, ein erheblicher Anteil bei Kitas verschuldete Eltern, weitere Einbußen bei der Qualität des Angebotes: Das sind nur einige der Ergebnisse der Kita-Befragung 2006, die von SPD-Bürgerschaftsfraktion, GEW Hamburg und Frau Prof. Strehmel von der Hochschule für angewandte Wissenschaften, unterstützt durch die Max-Traeger-Stiftung, durchgeführt wurde.
Die SPD-Kita-Expertin Dr. Andrea Hilgers sprach bei der Vorstellung der Ergebnisse von “Fakten, die zum Handeln zwingen”. In sozial belasteten Vierteln sinkt die Anzahl der betreuten Kinder, in den anderen steigt sie. Die Kitas werden mit den Problemen alleingelassen und die Behörde tut nichts für Verbesserungen”, so Hilgers. Für die Kita-Befragung wurden alle 821 Kita-Leitungen im Gutscheinsystem der Stadt befragt. Zurückgesandt haben den Fragebogen 188 Kita-Leitungen (23%). Die Auswertung umfasst Angaben zu 11.581 betreuten Kindern (21%).
Lesen Sie hier eine Auswahl der Ergebnisse:
Von den 188 an der Umfrage teilnehmenden Kitas gaben 107 (57%) an, dass mindestens ein Elternteil mit seinen Beiträgen im Rückstand ist. Die Zahl der verschuldeten Eltern beträgt in diesen 188 Einrichtungen 727. Andrea Hilgers: “Es ist zu befürchten, dass hochgerechnet auf alle Hamburger Kitas im Kita-Gutscheinsystem rund 3.500 Eltern Schulden bei den Kitas haben. Das ist nicht allein ein wirtschaftliches oder finanzielles Problem. Es ist ein gesellschaftliches und politisches. Die Kinder, die Eltern und die Kitas dürfen mit diesem Problem nicht alleingelassen werden.”
Wenn Eltern mit einem Arbeitsvertrag von weniger als 6 Monaten arbeitslos werden, verlieren ihre Kinder den Anspruch auf einen Krippen- oder Hortplatz. Im Jahr 2005 mussten in den 188 Kitas 140 Kinder die Kitas wegen Arbeitslosigkeit der Eltern verlassen.” Auf ganz Hamburg bezogen dürften es 600 sein - Tendenz: steigend”, schätzt Hilgers. “Vor allem in den Stadtteilen mit sozialen Problemlagen fallen immer mehr Kinder aus der Betreuung.”
Was bei der Veröffentlichung der Umfrageergebnisse besonders für Kopfschütteln sorgte: Nur noch ein Viertel der pädagogischen Mitarbeiter/innen in Kitas arbeiten in Vollzeit. Und es werden immer weniger. Zeitgleich steigt die Zahl der befristet Beschäftigten. “Die Kinder haben ständig neue Betreuerinnen und Betreuer. So können die Kitas kaum pädagogische Kontinuität garantieren und den Bildungsanforderungen entsprechen, die an sie gestellt werden”, so Hilgers.
Die Standardabsenkungen, die für alle 821 Kitas einen Verlust von 540 Vollzeitstellen für 2006 bedeuten, haben auch in diesem Jahr zu weiteren Verschlechterungen bei der Qualität des Angebotes geführt. Bei 53% der Kitas in der Befragung gibt es entweder nie Vorbereitungszeit, diese entfällt oder wird reduziert. Bei 60% der Kitas schlägt es auf die Zusammenarbeit im Stadtteil durch. Bei 28% der Kitas trifft dies für die Wahrnehmung von Fortbildungsangeboten zu. In einem Viertel der Kitas werden Teamsitzungen reduziert. In 27% der Kitas sind Projekte und Kleingruppenarbeit mit Kindern betroffen.
Das Engagement, das die Kita-Beschäftigten trotz dieser Rahmenbedingungen zeigen, sei beeindruckend, sagte die SPD-Kita-Expertin: Es gebe eine hohe Flexibilität und eine große Einsatzbereitschaft. Selbst kleinste Kitas mit bis zu 30 Kindern bieten im Schnitt sieben Betreuungsstunden am Tag und 35 Stunden die Woche an. Größere Kitas mit mehr als 150 Kindern sind im Schnitt zwölf Stunden täglich geöffnet. Rund 43 Prozent der Kitas bieten bereits zusätzliche Angebote für Eltern an - etwa Beratung bei Problemen in der Erziehung oder Infos über Sprachförderung.
Lesen Sie hier die detaillierte Darstellung der Befragungs-Ergebnisse:
http://tinyurl.com/ygnohf
http://tinyurl.com/y3f2bx
Lesen Sie zu diesen und weiteren Themen auch unsere Pressemitteilungen,
Parlamentarischen Initiativen sowie den Pressespiegel.
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PRESSEINFORMATIONEN
“Schritt in Richtung moderner Familienpolitik”- Veit begrüßt Einführung des Elterngeldes
Als “Meilenstein zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf” und als einen “guten Beitrag zur Chancengleichheit von Frauen und Männern” hat die familienpolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Carola Veit, die vom Bundestag beschlossene Einführung des Elterngeldes bezeichnet. “Unser Projekt Elterngeld ist ein Schritt in Richtung einer modernen Familienpolitik”, sagte Veit.
http://tinyurl.com/yyfw87
Kinder in das Zentrum der Politik rücken - Veit: “Die reichste Stadt Deutschlands ist bei Kinderpolitik Schlußlicht
Die SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Carola Veit hat den Senat aufgefordert, die Wünsche und Bedürfnisse der Kinder in Hamburg mehr zu berücksichtigen. “Im Jahr 2000 gab es in Hamburg fast 40.000 Kinder, die Sozialhilfe leben mussten. Heute liegt diese traurige Zahl bei 52.000. Das zeigt, dass hier akuter Handlungsbedarf herrscht”, sagte Veit. Deutschlands reichste Stadt mache bundesweit damit Schlagzeilen, wie schlecht sie mit ihren Kindern umgehe. “Deutschlands reichste Stadt ist bei der Kinderpolitik Schlusslicht”, sagte Veit.
http://tinyurl.com/u4c2g
Vernachlässigung von Kindern - Senat bricht Versprechen
Der Bundesgerichtshof hat aktuell das Urteil gegen die Eltern der kleinen Jessica bestätigt. Dazu erklärt die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Dr. Andrea Hilgers: „Damit ist der tragische Tod von Jessica zwar juristisch aufgearbeitet. Leider aber sind wir von der Erfüllung der politischen Forderungen des Sonderausschusses ‘Vernachlässigte Kinder’ nach wie vor weit entfernt. Der Senat zeichnet sich weiterhin durch Untätigkeit aus und ist nicht in der Lage, die Situation in den Allgemeinen Sozialen Diensten der Bezirke (ASD) zu verbessern.“
http://tinyurl.com/yfamwg
Verweigerung bei Bekämpfung von Hilfsbedürftigkeit - Senat immer zynischer
Mit großem Befremden hat die SPD-Bürgerschaftsfraktion auf die aktuellen
Äußerungen des Staatsrats Wersich zum sogenannten Unterschichtenproblem
reagiert.
http://tinyurl.com/ydpkv6
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PARLAMENTARISCHE INITIATIVEN
Gesundheitsvorsorgebestimmungen in Hamburger Kitas endlich umsetzen!
http://tinyurl.com/vpke6
Antrag der SPD-Fraktion
Der Fall der kleinen „Lea“ aus Wilstorf – hat die Kommunikation der
verantwortlichen Behörden in der Kinder- und Jugendhilfe wieder nicht
funktioniert?
http://tinyurl.com/yjbr42
Schriftliche Kleine Anfrage von Dirk Kienscherf
Modellversuch „Baby im Bezirk“
http://tinyurl.com/u3qmf
Schriftliche Kleine Anfrage von Carola Veit
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PRESSESPIEGEL
Schlechte Umfragewerte für die Hamburger Kitas
http://tinyurl.com/y9efqv
Kita-Umfrage: CDU produziert Erzieher-Proletariat
http://tinyurl.com/yghjxb
Rund 3500 Kitas schulden den Eltern die Beiträge
http://tinyurl.com/vcuf8
Kommentar Kita-Streik: “Streiken? - Ja, aber…”
http://tinyurl.com/y3fnxm
Viele Kitas bleiben morgen zu
http://tinyurl.com/y4qfb7
Kindeswohl wird registriert
http://tinyurl.com/yg9ppk
Kita-Streik: Wohin mit unseren Kindern?
http://tinyurl.com/y6tp5u
Vernachlässigte Kinder 28 junge “Hochrisiko-Mütter” werden in einem einmaligen Hamburger Projekt betreut
http://tinyurl.com/yn8zew
Hilfe für vernachlässigte Kinder: Hamburg fehlt offenbar Personal
http://tinyurl.com/t7qek
Kinderschutz: Opposition kritisiert Senat
http://tinyurl.com/yx73d8
»Nichts hat sich verbessert!«
http://tinyurl.com/yh7prj
“Vielen Kindern fehlt eine Perspektive”
http://tinyurl.com/y4aynp
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TERMINE
Dienstag, 24. Oktober 18.00 Uhr,
Ramadanempfang mit Hans Koschnik
Rathaus, Festsaal
Dienstag, 14. November 2006, 17.00 Uhr
Familien-, Kinder- und Jugendausschuss der Bürgerschaft
Alte Post
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