Strom und Wasser im Paradies
So furchtbar viel setzt man ja nicht durch in der Opposition. An diesem Wochenende konnte ich mich wirklich freuen: Ich war eingeladen zum 55-jährigen Geburtstag der betreuten Spielplätze der “Aktion Kinderparadies“. Als ich den Verein vor zwei Jahren - Marie war drei Monate alt und reiste noch im Maxi Cosi - zum ersten Mal besuchte, war ich einerseits begeistert vom Konzept des Vereins, insbesondere dem ehrenamtlichen Engagement. Erschüttert war ich von den Bedingungen, unter denen dort teilweise gearbeitet werden musste: Kinderbetreuung bei Wind und Wetter in Schutzhäuschen ohne Strom und Wasser, mit Wasserkanister und Gaslampen. Es hat einige Monate gedauert, bis die CDU meinen Antrag für die nötigen baulichen Maßnahmen in der Bürgerschaft schließlich beschloss; mehr als ein Jahr zog sich die Umsetzung hin (inzwischen ist meine Tochter zwei). Aber es hat geklappt - und es macht mich richtig glücklich, etwas wirklich sinnvolles bewegt zu haben.
Seit mehr als 50 Jahren gibt es in Hamburg die “betreuten Spielplätze”. Auf diesen – insgesamt
30 – Hamburger Spielplätzen wird ganzjährig vormittags ein flexibles Betreuungsangebot (täglich oder auch nur stundenweise) für Kinder von 1,5 bis 6 Jahren angeboten. Damit werden die Spielmöglichkeiten im Freien für Kinder in der Stadt verbessert, während den Eltern gleichzeitig stundenweise Entlastung geboten wird. Viele Eltern finden hier auch eine niedrigschwellige Anlaufstelle für Fragen, Hilfe und Tipps. Die Betreuung auf diesen Spielplätzen wird ausschließlich ehrenamtlich geleistet, organisiert durch die „Aktion Kinderparadies” e. V. Jährlich werden von 81 ehrenamtlichen Betreuerinnen ca. 120 000 Kinder betreut, pro Spielplatz durchschnittlich 15 Kinder am Tag. Besonders hoch ist die Nachfrage in den Ferienwochen sowie an Sonnabenden.auch nur stundenweise) für Kinder von 1,5 bis 6 Jahren angeboten - für 80 Cent die Stunde. Damit werden die Spielmöglichkeiten im Freien für Kinder in der Stadt verbessert, während den Eltern gleichzeitig stundenweise Entlastung geboten wird. Viele Eltern finden hier auch eine niedrigschwellige Anlaufstelle für Fragen, Hilfe und Tipps. Die Betreuung auf diesen Spielplätzen wird ausschließlich ehrenamtlich geleistet, organisiert durch die „Aktion Kinderparadies” e. V. Jährlich werden von 81 ehrenamtlichen Betreuerinnen ca. 120 000 Kinder betreut, pro Spielplatz durchschnittlich 15 Kinder am Tag. Besonders hoch ist die Nachfrage in den Ferienwochen sowie an Sonnabenden. Die Spielplätze sind kein Kindergarten, sondern „Freiluft-Spielzimmer”. Alle Spielplätze verfügen aber über ein beheizbares Wetterschutzhaus, um eine ganzjährige Betreuung auch bei schlechtem Wetter bieten zu können. Allerdings sind unter den Häusern immer noch solche ohne Strom und ohne fließendes Wasser im Winter. Die Betreuerinnen müssen dann selbst Wasserkanister mitbringen, um beispielsweise die Toilette zu spülen. Die Beleuchtung muss mit Hilfe von Gaslampen erfolgen. Die betreuten Spielplätze bilden einen wichtigen Baustein einer kinder- und familienfreundlichen Stadt und sind ein vorbildliches Beispiel für ehrenamtliches Engagement. Die notwendige Infrastruktur jedoch kann nicht allein aus Spenden geschaffen bzw. unterhalten werden - da muss dann auch mal die Stadt ran.
Kommentare
Hinterlassen Sie mir einen Kommentar oder eine Frage.
