Nach Olympia-Aus: CDU hat keinen Plan B
Der Beust-Senat hat wertvolle Jahre für den Wohnungsbau in Hamburg versäumt. Die Entwicklung des Kleinen Grasbrooks ist vom Senat jahrelang verzögert worden, weil er einseitig auf die Karte Olympia gesetzt hat. Hintergrund: Zwei Stunden, bevor der erste Bürgermeister im Alleingang die Olympiabewerbung Hamburgs beerdigte, hatte sein Stadtentwicklungssenator noch öffentlich die Bereithaltung von Flächen für das Projekt erklärt. Im Dienstag vorgestellten „Masterplan Elbbrücken“ wird der Kleine Grasbrook weiterhin langfristig für eine Sportarena vorgesehen – Nutzungsalternativen gibt es nicht.
Während wir für den Kleinen Grasbrook stets eine integrierte Planung für Olympia und eine spätere Wohnnutzung gefordert haben, hat die CDU einseitig auf den Event-Faktor gesetzt.
Vor Jahren bereits hat der Bezirk Hamburg Mitte in Zusammenarbeit mit dem Verein „Kleiner Grasbrook e.V.“ einen Workshop durchgeführt, um zu zeigen, welche Planungsmöglichkeiten es gibt. Der Entwurf sah ein Modulsystem vor, bei dem freiwerdende Flächen schrittweise bebaut werden (die CDU hatte immer kritisiert, das Vorhaben der Wohnbebauung sei wirtschaftsfeindlich). Wesentlicher Bestandteil der vorgelegten Ideen ist die Integration vorhandener Unternehmen. Der Senat dagegen hat sich bisher jeder detaillierten Planung für den Kleinen Grasbrook verweigert. Zugegeben: Konsequentes Nichtstun schafft auch Kontinuität… Nun allerdings muß der Senat Farbe bekennen. Das Gebiet ist perfekt für citynahes, ruhiges Wohnen am Wasser. Auch hier zeigt sich leider: die Zeit der Beust-Regierung war eine verlorene Zeit für Hamburgs Wohnungsbau.
Kommentare
Hinterlassen Sie mir einen Kommentar oder eine Frage.
