Donnerstag: DEMO + Kita-Streik

Wenn der Satz stimmen würde, müsste niemand streiken: “Wir haben die beste Kinderbetreuung aller Zeiten eingeführt!”, sagt die CDU - : mit der erlebten Realität simmt diese Wahlkampfaussage nicht überein. Und dies betrifft auch die Beschäftigten:
Die Bezahlung für seit dem 1.10.2005 neueingestellte Erzieherinnen in Hamburg beginnt bei 1764 Euro Brutto und liegt nach 10 jähriger Tätigkeit bei 2155 Euro. Vollzeitstellen sind in den Hamburger Kitas nicht mehr die Regel. Im öffentlichen Dienst haben Warnstreiks begonnen - jetzt auch in Hamburg. Und da bei ca. 4000 Beschäftigten aus den Hamburger Kitas eine Tarifbindung zum TVöD besteht, ist ein Warnstreik auch in diesen Kitas ein Mittel an der geringen Bezahlung für Kita-Beschäftigte etwas zu verändern. Weitere ca. 1500 Kita-Beschäftigte haben eine arbeitsvertraglich vereinbarte Bindung zu dem TVöD oder zumindest zu der Entgelttabelle. Somit ist über die Hälfte aller Kita-Beschäftigten in Hamburg direkt von einem Tarifabschluss betroffen. Und deswegen werden morgen die Kindergärten der “Vereinigung” geschlossen bleiben.
Außerdem ist morgen die große Bildungsdemo, nicht nur gegen die missglückte Kita-Politik des Senats: Kitas, Schulen und Uni wollen gemeinsam Alarm schlagen. Die schlechteste LehrerInnenausstattung seit Jahren, die Aufhebung der Lernmittelfreiheit, die inhaltlich missglückte Schulzeitverkürzung bis zum Abitur, die Studiengebühren und so weiter. 17 Uhr, Dammtorbahnhof!!
Hier kann man kurz vor der Bürgerschaftswahl noch einmal ein deutliches Signal setzen für die beste Bildung, die wir für unsere Kinder, SchülerInnen und Studierende, haben wollen - und zwar unabhängig vom Geldbeutel der Eltern.

Kommentare

Ein Kommentar to “Donnerstag: DEMO + Kita-Streik”

  1. Julia Radke am 21. Februar 2008 um 18:53 Uhr

    Leider stimmt es nicht, dass alle Kitas der Vereinigung geschlossen bleiben, denn immernoch haben die meißten Kitas geöffnet oder aber zumindest einen Notdienst eingerichtet. Aufgrund der Konkurrenz der Kitas zueinander, überlegt man sich zweimal, ob man seine eigene schließt und somit die Eltern verärgert, die dann eventuell zu einer Kita wechseln könnten, die bei Warnstreiks nicht mitmacht. Wenn durch Streiks, Druck auf den Arbeitgeber ausgeübt werden soll, dann müssen alle Kitas an einem Strang ziehen, sonst macht es keinen Sinn.

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