Gesehen bei…

Wickeltisch…Budni in Eidelstedt Stellingen! Nicht, dass es ein besonderes Vergnügen wäre, den Nachwuchs fernab vom eigenen Sanitärbereich zu wickeln (das sei allen Nichteltern an dieser Stelle mal gesagt). Aber nötig ist es nun mal ab und zu, und manchmal eben auch beim Einkaufen. Dies ist doch wirklich mal ein richtig prima Beispiel von Familienfreundlichkeit. Ich erinnere mich noch gut an die Suche nach einem Wickeltisch im Rathaus, als ich mit Marie schwanger war. Für die Öffentlichkeit gibt es (immer noch) keinen, allerdings hängt beim Präsidenten im Klo so ein Klappding von IKEA an der Wand. Das ist selbst für Abgeordnete nur unter erschwerten Bedingungen zugänglich. Ich habe damals zusammen mit den Kolleginnen Spethmann und Hochheim von der CDU versucht, einen kleinen Kinder-Raum zu bekommen. Also einfach ein Zimmer, wo wir ein paar Kindersachen haben und lassen können, wo man mal in Ruhe stillen kann und wickeln und dem Babysitter ein Kind übergeben und so weiter. Schließlich tagen wir ab 15 Uhr nachmittags bis in den Abend und da ist es eben mit einem normalen Kindergartenplatz nicht getan. Aber nein, wo wir da nur hindachten! Das Gebäude hat zwar 647 (sechshundertsiebenundvierzig) Räume (!!!), aber für so etwas sei ja nun überhaupt gar kein Platz. Teilte uns CDU-Bürgerschaftspräsident Röder nebst Direktor Wagner mit. Seine Frau habe ja auch halbtags gearbeitet, und wenn da mal ausnahmsweise nachmittags eine Konferenz angestanden hätte, habe man das auch außerhalb des Arbeitsplatzes geregelt bekommen mit dem Kind. Ne, ist klar…
Tja, also ein Musterbeispiel an Familienfreundlichkeit sind wir da in diesem Parlament also noch nicht. Ich werde weiter daran arbeiten. Übrigens hatten sie bei diesem Budni sogar noch meine Lieblings-Body-Lotion. Von Bellybutton. “Kurvenstar”. Im Hamburger Osten gibt’s die nicht mehr…

Kommentare

Ein Kommentar to “Gesehen bei…”

  1. Nicole Lauener am 4. März 2008 um 14:03 Uhr

    Liebe Carola
    Die neu gewählte Zürcher Nationalrätin Barbara Schmid-Federer hat während ihrer Stillzeit ähnliche Erfahrungen gemacht und kurzerhand einen “Stillkleber” für Apotheken und Drogerien kreirt. Die zeichnen sich aus, in ihrem Geschäft über eine ruhige Räumlichkeit zu verfügen, wo sie sich unterwegs in der hektischen Stadt Zürich zurückziehen können…
    siehe dazu: http://www.schmid-federer.ch und dann Rubrik: stillen in Zürich.
    Grüsse vom Zürichsee

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