Politischer Stil - wenn man ihn denn hat.
Die “Nacht der Jugend” war 2006 ein voller Erfolg. 2700 Jugendliche im Rathaus am 09. November, Jugendliche aus Schulen, verschiedenen Glaubensgemeinschaften, Vereinen und anderen Gruppen erinnerten an die Verbrechen des Nationalsozialismus und setzten sich zugleich mit kulturellen und politischen Projekten für ein friedvolles Miteinander ein. Weil der Erfolg so überwältigend war, hatte sich der Kinder- Familien- und Jugendausschuss dafür ausgesprochen, diese Veranstaltung jährlich durchzuführen. Einstimmig hatten wir das besprochen, im Ausschuss. Ausserdem hatten wir besprochen, dafür Personalmittel zur Verfügung zu stellen. Dies hatte das Präsidium der Bürgerschaft dann aber abgelehnt. Aus “Kapazitätsgründen”. Damit waren CDU-Mitglieder des Jugendausschusses natürlich zurückgepfiffen. Dazu kam dann noch, dass die GAL ihren “Dialog der Generationen” nicht finanziert bekam und so wurde eine schwarz-grüne Ablehnung der Jugendveranstaltung daraus.
Nun gibt es eine Initiative von CDU und GAL zugunsten einer Neuauflage der “Nacht der Jugend” . Klar ist die - aufgrund einer Initiative der SPD-Bürgerschaftsfraktion - im Jahr 2006 erstmals initiierte Veranstaltung eine gute Gelegenheit, jungen Menschen eine Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus zu ermöglichen. Schade ist, dass die Regierungsfraktionen nach ihrer erkennbaren Kurskorrektur die Chance für einen fraktionsübergreifenden Antrag nicht genutzt haben. Das wäre zumindest ein Zeichen von politischem Stil gewesen - wenn man ihn denn hat. Hier meine Rede dazu in der Bürgerschaft.
“>.
Kommentare
Hinterlassen Sie mir einen Kommentar oder eine Frage.
