Kita-Streik: aber ja!

Ein wirklich lesenswerter Artikel aus der MOPO. Zum Thema ErzieherInnen-Bezahlung hier der link zur ver.di Seite www.chancen-foerdern.de.
Auch in Hamburg stehen die schlechten Arbeitsbedingungen für Erzieherinnen und Erzieher in Kindertagesstätten in auffälligem Widerspruch zu den Anforderungen, die wir an Kitas haben – als Bildungsorte, als Anlaufstelle für Familien, als Wächter über das Kindeswohl usw. Nach der Standardabsenkung durch den CDU-Senat vor vier Jahren bestimmen viel zu große Gruppen (25 Kinder bei den 3-6-jährigen) und eine schlechte Erzieher-Kind-Relation die Arbeitsbedingungen. Dazu kommt, dass es praktische keine mittelbare pädagogische Arbeitszeit, also Zeiten für Vor- und Nachbereitung, Dokumentation usw. gibt, keine Zeiten für Elterngespräche, Teambesprechungen und so weiter. Daß all dies immer “so nebenbei” erledigt werden muss, belastet enorm. Ich finde es richtig, dass die ErzieherInnen auf die Straße gehen, und ich wünsche ihnen und unseren Kindern, dass sie Erfolg haben werden.

Auch die SPD-Fraktion wird sich weiter für die Kitas und ihre Beschäftigten einsetzen. Und wir werden weiter für die Stärkung der frühen Bildung kämpfen.
Schließlich wollen alle Qualität in der frühen Bildung. Das hat aber Voraussetzungen: Erzieherinnen und Erzieher, die mit vernünftigen Gruppengrößen arbeiten können. Erzieherinnen und Erzieher, deren Arbeitsbedingungen es erlauben, ihr Wissen und ihr Können an die Kinder zu bringen. Erzieherinnen und Erzieher, die sich nicht verschleißen müssen und die von ihrem Gehalt anständig leben können.
Qualität in der frühen Bildung muss man nicht nur fordern – Qualität muss man auch bezahlen. Und das will der schwarz-grüne Senat bisher offensichtlich nicht.

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