Wersich soll Klarheit für Babyklappen schaffen
Hamburg braucht Babyklappen – Senator Wersich soll für klare Verhältnisse sorgen. Dazu ist es höchste Zeit, meine ich. Aktueller Anlaß ist die heutige Bilanz-Pressekonferenz des Hamburger Babyklappen-Betreibers „Sternipark“. Vor einem halben Jahr hatte Senator Wersich überraschend die Hamburger Babyklappen in die Kritik genommen und scharfe Zweifel an der jahrelangen Praxis in Hamburg geübt. Seitdem hat er nichts unternommen, um die Dinge zu klären. Auch nachdem der Träger selbst durch Tatsachenbescheinigungen des Notars Dr. Henning Voscherau vom Senator aufgeworfene Fragen an dem Verbleib von Babyklappen-Kindern ausgeräumt hatte, gab es keinerlei Vorschläge von Seiten der Behörde für eine neue Regelung zum Betrieb von Babyklappen. Im Juli zog sich Senator Wersich darauf zurück, zunächst ein Gutachten des Deutschen Institutes für Jugendhilfe und Familienrecht abwarten zu wollen, das die Behörde in Auftrag gegeben hatte. Dieses Gutachten liegt seit Wochen vor – und wird unter Verschluss gehalten.
Das ist nicht in Ordnung. Man kann nicht erst mit einem großen Knall so ein sensibles Thema aufmachen, selbst keine Lösung haben und dann nicht einmal mehr drüber reden wollen. Die Hamburger SPD spricht sich grundsätzlich für Babyklappen aus. Wir haben vor zehn Jahren hier in Hamburg die ersten Babyklappen eingerichtet – und das war gut und richtig so. Im Vordergrund steht neben dem Schutz der Kinder das Ziel, die Mütter behutsam wieder mit ihrem Kind zusammenzuführen. Die Ergebnisse zeigen, dass das auch gelingt. Die Grundlage der Arbeit müsse transparent und klar sein. Es kommt darauf an, gute, tragfähige Lösungen zu finden, die Frauen in Notsituationen und ihren Kindern helfen. Wenn man es will, dann geht das auch. Letztlich geht es nicht darum, Eltern aus der Verantwortung zu entlassen, sondern darum, Kindern zu helfen.
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