Carola Veit (SPD Hamburg)</a>

Mein Weblog

Die Diskussion begann gleich, als meine erste Homepage online ging: Ja, dürfen Politiker denn so schreiben? Flapsig? Manchmal gar ironisch?

Ganz klar: Sie dürfen. Ich jedenfalls werde das hier im halb-privaten Blog auch weiterhin tun. Mögen sich Spießer, Gouvernanten und bestimmte Puristen doch auf den Kopf stellen!

Wo sind wir hier eigentlich?!

27. August 2008 | Ein Kommentar

Was haben die sich wohl noch so alles versprochen - Bürgermeister’s Verhalten lässt Schlimmes ahnen. So doof, dass wir glauben, das habe sich jetzt alles ganz zufällig so ergeben mit der Bonz-Entlassung (”dann muss der halt gehen”) sind wir ja nicht. Handelt sich ja schließlich nicht um Carsten Ludwig Lüdemann oder ähnliche Granden in den CDU-Reihen, sondern um einen Könner und Kenner. Die Hafenwirtschaft wird sich nicht freuen - erst lässt die SCHWARZGRÜN ihnen die Hafenbrücken quasi unterm Hintern wegrotten, dann klaut sie auch noch den fähigen Staatsrat. Zum Warum und Wieso und den Hintergründen finde ich unbedingt lesenswert Uwe Bahnsen in der Welt (”der Blitzschlag, der die schwarzgrüne Landschaft erhellt”).
Und weil ich sie so gut fand, hier nochmal die Pressemitteilung meines Parteivorsitzenden Ingo Egloff von gestern: “Und die Täter lässt man laufen” »» weiterlesen » Wo sind wir hier eigentlich?!

Rothenburgsort im statistischen Sommerloch

28. Juli 2008 | Hinterlasse einen Kommentar

Abendblatt macht aus Statistik-Ente große Geschichte und dabei Rothenburgsort schlecht.

So kanns gehen, wenn falsche Zahlen nicht auffallen und ungeprüft in eine große Berichterstattung übernommen werden. Rothenburgsort, mal wieder. Überall gehen die Arbeitslosenraten zurück, Hoffnung färbt den Hamburger Arbeitslosenatlas im Abendblatt am Freitag allerorts grün. Nur nicht in Rothenburgsort. Tiefrote Warnung vor dem Stadtteil: Hier sei die Arbeitslosigkeit um 3 auf über 15% gestiegen!
Auf der Benachbarten Veddel hingegen gäbe es - laut Statistikamt - eine Positiventwicklung: 7,1% weniger Arbeitslose wurden dort vermeldet. Da kann doch was nicht stimmen? Nicht so das Abendblatt, das am Sonnabend (Ferienzeit, Sommerloch) nachlegte mit einer großen Geschichte über die (un)gleichen Stadtteile. Sind die Studenten schuld, die schon seit vier Jahren auf der Veddel wohnen, aber jetzt erst statistisch auffallen? Das hätte aber doch nichts mit Rothenburgsort zu tun?
Es wäre vielleicht die erfolgreiche Senatspolitik, die die Veddel so nach vorn gebracht hätte, erstaulich sei allerdings, dass die Rothenburgsorter gar nicht so richtig merken, wie schlecht es ihnen geht - so die tiefschürfenden Erklärungsversuche der Abendblatt-Redaktion. Auffällig seien die Zahlen ja schon, bemerkte man, und vielleicht ja auch Zufall? So blieb das Ganze dann stehen.

Ein Blick in die Statistiken zeigt: von Juli bis Dezember letzten Jahres ist die Zal der Arbeitslosen in Rothenburgsort um 30 gesunken, die Bevölkerung um 400 angewachsen - aber die Quote der Arbeitslosen soll um 5% gestiegen sein!? Was da wohl dahinter steckt? Ist fast die Hälfte der 15-65-Jährigen, auf die bezogen die Quote errechnet wird, weggezogen? Eine demografische und stadtentwicklungspolitische Sensation?

So erstaunlich ist das Ganze gar nicht. Ein einfacher Dreisatz bringt zutage: Die Zahlen müssen schlicht falsch sein.

Inzwischen und nach einem Anruf beim Statistikamt ist auch klar, was die Ursache für die fehlerhafte Veröffentlichung ist: Bei der Eingabe der Bevölkerungszahl wurde die (viel kleinere) Veddel mit Rothenburgsort vertauscht. Die annähernd gleich gebliebene absolute Arbeitslosenzahl in beiden Stadtteilen wurde so in einem Fall auf eine viel kleinere, im anderen auf eine viel größere “Kopfzahl” verteilt. Das ergab natürlich prozentual gesehen dramatische Veränderungen.Von der Veddel von 12,9 auf 5,8 (Rückgang), in Rothenburgsort von 9,8 auf 15,8 (Anstieg): die Veröffentlichung der Statistiker ist schlichtweg falsch. Die Arbeitslosigkeit in Rothenburgsort ist nicht gestiegen, sondern gesunken - wie überall in Hamburg. Und auf der Veddel gibt es keine Veränderung - die Arbeitslosenquote blieb die gleiche.

Dass Zahlen vertauscht werden, kann wohl passieren. Dass es vor der Veröffentlichung niemand merkt, ist bedauerlich. Erstaunlich finde ich, dass das Statistikamt selbst in seinem Begleittext auf die dramatische Veränderung hinweist, aber offenbar keinen Anlass sieht, die Situation noch einmal zu prüfen. Und natürlich ist es sehr schade, dass Hamburgs größte Zeitung dies einfach abschreibt. Auch dort hätte man schließlich merken können, dass etwas nicht stimmt, wenn die absolute Zahl der Arbeitslosen in Rothenburgsort zurückgeht, zugleich aber die Quote dramatisch steigt.

Journalistisch und statistisch spannend, wie es nun weitergeht - und die Sache korrigiert wird.

Neue Familienpolitik bei SchwarzGrün?

9. Mai 2008 | Hinterlasse einen Kommentar

Gespannt haben wir die Staatsräteliste von SG beguckt. “Mein” Bereich Kinder, Familie, Jugend ist aufgeteilt: Den Kita-Ausbau hat der bisherige Schul-Staatsrat Voges an der Backe, den übrigen Bereich Familie und Jugend Frau Dr. Angelika Kempfert, die ich bereits im Wahlkampf Gelegenheit hatte, kennenzulernen. In der Bürgerschaft war sie ja nur vier Monate, und so war es natürlich kein Wunder, dass sie in den Bereich Kita und Kinderpolitik nicht eingearbeitet sein konnte. Trotzdem schickte die CDU-Fraktion sie als Vertreterin zu Veranstaltungen, wo sie dann jeweils erklärte, dass sie ja “die Neue” sei und das alles sehr interessant fände, aber noch nichts inhaltlich sagen könne. Hoffentlich findet sie bald Zeit, sich einzuarbeiten, denn im Moment kann man sich noch bei ihr melden, wenn man Probleme mit dem Partner hat….

Gebühren für Kita und Vorschule abschaffen

19. März 2008 | Hinterlasse einen Kommentar

Kindergarten Hamburg ist seit Beust ein noch kostspieligeres Pflaster für Familien. In einer aktuellen Studie der (durchaus an sich kaum zimperlichen) Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) im Auftrag der ELTERN wurde deutlich, dass Hamburger Kitas aktuell bundesweit unter den teuersten rangieren. So belegt Hamburg beispielsweise bei einer Familie mit einem Bruttoeinkommen/ Jahr von 45.000 € und einem Kind mit einem Jahresbeitrag von 1.656 € auf Platz 98 von 100. Nur in Lübeck und Bremen zahlen Eltern mehr.
Die Beitragssätze für Familien mit einem Bruttojahreseinkommen von 25.000 € wolle der Beust-Senat der Initiative trotz wiederholter Nachfrage nicht nennen. Gemeinsam mit meinem Kollegen Thomas Böwer habe ich daher eine Kleine Anfrage an den Beust-Senat eingereicht. Die Senatsantwort können Sie hier einsehen. »» weiterlesen » Gebühren für Kita und Vorschule abschaffen

U4: Sulfathaltiger Aushub ins Marschland?

18. März 2008 | Hinterlasse einen Kommentar

Wer tief unter Hamburgs Innenstadt einen Tunnel gräbt, muss anschließend jede Menge Erdreich entsorgen - so weit, so gut. Wäre es einfach eiszeitlicher Sand, könnte man den sogar vielerorts verwenden. Wenn er aber mit Gift belastet ist, wird die Sache zweifelhaft - plötzlich gibt es ein Entsorgungsproblem. Statt Bausand hat man einen riesigen Berg Sondermüll. »» weiterlesen » U4: Sulfathaltiger Aushub ins Marschland?

Abendblatt: Rothenburgsort ein Dorf…

17. März 2008 | Hinterlasse einen Kommentar

RothenburgsortMöglicherweise ist Axel Kukuk heute schon von dem einen oder anderen Kollegen in der Abendblatt-Redaktion angesprochen worden. Einen großen Bericht hat er über die Bundesmonopolverwaltung für Branntwein verfasst – offenbar ohne jemals dort gewesen zu sein. Oder wenigstens mal auf den Stadtplan zu schauen. Schade. So kommt es dann, dass die Bundesbehörde, die seit 1919 bei uns in Rothenburtsort ansässig ist (mitten im Stadtteil und eigentlich auf einem Sahnegrundstück) von Herrn Kukuk mal eben nach Billwerder sortiert wird.
“Billwerder an der Bille”, der vollständige Name des alten Dorfes, das im Wesentlichen aus repräsentativen Höfen, Einfamilienhäusern und von Gräben durchzogenen Wiesen besteht, gehört zum Bezirk Bergedorf. Rothenburgsort dagegen liegt in Hamburg-Mitte, besteht aus Geschosswohnungsbau und Gewerbe (und ist einer der vom Beust-Senat vernachlässigten Stadtteile). Unterschiedlicher können zwei Quartiere wohl kaum sein. Und zu verwechseln auch nicht. Im ebenfalls heute erschienenen Artikel „Vereinsheim in Billwerder ausgebrannt“ stimmen die Fakten. In Billwerder gibt es nämlich überhaupt nur zwei Straßen, den Mittleren Landweg und den Billwerder Billdeich. Durcheinanderbringen kann man da eigentlich nichts…

Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer in den Allgemeinen Sozialen Diensten (ASD)

4. März 2008 | Ein Kommentar

Familie3 Die Personalausstattung der Allgemeinen Sozialen Dienste (ASD) in Hamburg ist ausreichend - so die CDU-Sozialverantwortliche noch im vergangenen Jahr. Bereits damals ließen entsprechende Klagen (”Überlastungsanzeigen”) der MitarbeiterInnen der ASD an dieser Sichtweise zweifeln. Nun lässt die Nachricht aufhorchen, der Bezirk Harburg habe LeiharbeitnehmerInnen eingestellt, um Ausfälle im ASD zu kompensieren. Ich habe mich daher mit einer Kleinen Anfrage an den Senat gewandt, um genaueres zu erfahren. Die Zahlen, die ich erhalten habe lassen aufhorchen: In der vergangenen Legislaturperiode kam es bei den Hamburger ASD zu insgesamt 183 Überlastungsanzeigen. Eine ausreichende Personaldecke, Frau Schnieber-Jastram, sieht anders aus. Die vollständige Antwort des Senates können Sie hier einsehen.

Wer will eigentlich aus der HafenCity nach Billstedt fahren?

16. Februar 2008 | Hinterlasse einen Kommentar

SBahnZugegeben, wir haben die Stadtbahn-Anbindung von Barmbek, Bramfeld und Steilshoop nicht weit genug vorbereitet gehabt, bevor Beust und Schill 2001 die Macht übernahmen. Deswegen ist es auch bis heute nichts geworden. Der Beust-Senat ist allerdings besonders zynisch: »» weiterlesen » Wer will eigentlich aus der HafenCity nach Billstedt fahren?

Senat schlampt bei Kinderuntersuchungen

16. Februar 2008 | Ein Kommentar

Hamburg erfüllt auch seine gesetzliche Pflicht zur regelmäßigen Untersuchung der Zähne von Kindergarten-Kindern nicht. Das ergab eine Kleine Anfrage von mir. Es ist schon ein Trauerspiel, wie der Beust-Senat mit der Gesundheit der Kinder umgeht, erst wurden Kuren gestrichen, dann verweigert er verbindliche U-Untersuchungen, und jetzt kommen nicht einmal die Zahnärzte regelmäßig. Aufgrund des Kinderbetreuungsgesetzes sollen alle Kindergarten-Kinder vom vierten Lebensjahr an einmal jährlich zahnärztlich untersucht werden. Tatsächlich, so die Antwort des Senats, wurde nur gut ein Drittel der Kindergarten-Kinder erreicht. Dabei schwanken die Zahlen zwischen 18 % in Harburg und 64 % in Hamburg-Mitte. »» weiterlesen » Senat schlampt bei Kinderuntersuchungen

Der neue Kita-Newsletter der SPD-Fraktion

15. Februar 2008 | Hinterlasse einen Kommentar

KindergartenIm Bereich der Kinderpolitik hat sich in den letzten Wochen einiges getan - leider ist kaum wirklich Positives für die betroffenen Eltern und Kinder darunter.
Die CDU plädierte für ein erhöhtes Kindergeld - natürlich nicht wirklich für die Kinder und deren Eltern, wie es der Name missverständlicher Weise glauben machen könnte, sondern de facto für den Beust-Senat, wo das Geld Dank der von ihm eingeführten Gebühren für die Vorschule, Kita-Essen, Schulbücher und Studium landen wird.
“Sozial”-Senatorin Schnieber-Jastram hat derweil aus Gründen, die wohl nur Sie versteht, den bisherigen parteiübergreifenden Konsens für mehr Kinderschutz verlassen und sich gegen eine verbindliche Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchung, wie sie die Hamburger SPD, aber auch die CDU-Bundesfamilienministerin von der Leyen anstreben.
Nähere Informationen sowie die Position der SPD zu diesen und weiteren Themen finden Sie in der neuen Ausgabe unseres Kita-Newsletters, den Sie hier kostenlos bestellen können.

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