Carola Veit (SPD Hamburg)</a>

Mein Weblog

Die Diskussion begann gleich, als meine erste Homepage online ging: Ja, dürfen Politiker denn so schreiben? Flapsig? Manchmal gar ironisch?

Ganz klar: Sie dürfen. Ich jedenfalls werde das hier im halb-privaten Blog auch weiterhin tun. Mögen sich Spießer, Gouvernanten und bestimmte Puristen doch auf den Kopf stellen!

Krippenausbau: Sozialsenator in der Pflicht

18. Juli 2008 | Hinterlasse einen Kommentar

KindergartenHamburg braucht flächendeckend qualitativ hochwertige Betreuungsplätze für Krippenkinder. Die Versorgungsprobleme im Bereich der inneren Stadt und anderswo sind dem CDU-Senat seit langem bekannt – passiert ist bisher viel zu wenig. Die aktuellen Berichte über finanzielle Probleme beim Ausbau einer Krippe der Kirche St. Nikolai, für die bereits mehr als hundert Namen auf der Warteliste stehen, bestätigen das.

Auf eine Anfrage von mir hatte der Senat im April erstmals offiziell „Nachfrageüberhänge an Krippenplätzen im Bereich der inneren Stadt“ sowie bei bestimmten Leistungsarten „in den Bezirken Altona und Eimsbüttel“ eingeräumt.  Nachfrageüberhänge heißen auf gut Deutsch fehlende Plätze, aber der Senat hat bisher stets erklärt, der Markt werde es schon richten. Auf eine Große Anfrage der SPD-Fraktion im März sagte er, dass Angebot und Nachfrage im Kita-Gutscheinsystem über einen „dezentralen, marktähnlichen Prozess zur Deckung“ kämen.

In Wirklichkeit gibt es in Hamburg schon jetzt vielerorts Probleme, wohnort- oder arbeitsplatznah einen Platz – zudem im gewünschten zeitlichen Umfang – zu finden. Diese Probleme sprechen sich auch herum, so dass auf weitere „Nachfrage“ vor Ort verzichtet wird. Senator Wersich ist zu Angebot und Nachfrage bei Kita und Krippe und zur regionalen Verteilung nicht auskunftsfähig. Gleiches gilt für den laufenden Ausbau der Krippenplätze und den Einsatz der Bundesmittel hierfür. Die SPD-Fraktion hatte hierzu eine weitere Große Anfrage eingereicht, deren Beantwortung der Senat heute vorzulegen hat.

Nun gibt es beim Thema Krippe und Kita eine Vielzahl von Problemen: Viel zu große Gruppen, schlechte Erzieher-Kind-Relationen, Kitas und Krippen in Problemgebieten, die sich um existenzielle Bedürfnisse der Kinder, wie z.B. ein ordentliches Frühstück kümmern müssten oder die Suche und Finanzierung von Räumlichkeiten in Stadtteilen mit einem schwierigen und teuren Immobilienmarkt. Senator Wersich steht hier in der Pflicht, dass regionale Probleme – seien sie pädagogisch oder räumlich – endlich gelöst werden.    

Kinderfest muss man können

27. Juni 2008 | Ein Kommentar

… aber wenn Bürgermeister, Familiensenator und Bundestagsabgeordneter allesamt mit Familie erklärtermaßen nix am Hut haben, dann ist das bisweilen schon schwierig mit dem authentischen Kinderfest. Von anderen Dingen wie Mittagessengebühr im Kindergarten, Büchergeld und gestrichenen Schülerfahrkarten wollen wir da mal gar nicht erst anfangen. Hier eine eindrückliche Schilderung…

CDU+GAL: Beobachtungsstufe früher und verlängert?

18. März 2008 | Hinterlasse einen Kommentar

Es klingt weder durchdacht, noch ausgereift, und schon gar nicht machbar: Die Mischung aus Gemeinschaftsschule und Elitenbildung, die CDU und GAL da so rausbraten, scheint richtig abenteuerlich: Auf WELT ONLINE hatte GAL-Bildungsexpertin Christa Goetsch konkretisiert, was “eine Schule für Alle” bedeutet, wenn die CDU mitmischt: Alle Kinder sollen ab 2010 sechs Jahre lang gemeinsam die Schulbank drücken. Das Vorschulangebot wird ausgebaut, sodass die Schüler insgesamt sieben Jahre zusammenbleiben sollen. Bis zum Ende der dritten Klasse lernen die Kinder an den Grundschulen, anschließend wechselt der ganze Klassenverband auf eine weiterführende Schule im Stadtteil, die mit dieser Grundschule kooperiert. Nach der sechsten Klasse könnten die Schüler wählen zwischen dem Besuch der neu entstandenen Stadtteilschulen und dem Gymnasium – dies entspricht dem Zwei-Säulen-Modell.

Na, herzlichen Glückwunsch. Die Kitas (und die wissenschaftliche Erkenntnis, dass sie im Schnitt in Hamburg mindestens so gute Ergebnisse erzielen, wie die Vorschule!!) werden mal locker kommentarlos direkt ausgeblendet. Aber damit nicht genug: demnächst sollen schon die Neunjährigen in die Beobachtungsstufe. Auf eine weiterführende Schule “im Stadtteil”. Wie weltfremd muss man eigentlich sein, sowas vorzuschlagen??? Hat die GAL vergessen, dass die CDU dafür gesorgt hat, dass es bisweilen überhaupt keine weiterführenden Schulen in den Stadtteilen mehr gibt??? Scheint so. Ich nerve wahrscheinlich, wenn ich an dieser Stelle einmal mehr auf Rothenburgsort verweise.
Wie das alles überhaupt organisiert werden kann, interessiert die künftigen Koalitionspartner eher nicht: der Start des Flächenversuchs mit unseren Kindern wird geschickt so gelegt, dass das dicke Ende erst in der nächsten Legislaturperiode kommt….

Dienstag Kita-Streik!

2. März 2008 | Hinterlasse einen Kommentar

Kindergarten Die CDU hat in Hamburg die Personalstandards in den Kitas um 11% verschlechtert. Das bedeutet nicht nur schlechtere Bedingungen für die Kinder, sondern auch massiv verschlechterte Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten, die sich auch bemerkbar gemacht haben, z.B. durch höhere Krankenstände. Aber das ist noch lange nicht alles: In den laufenden Tarifverhandlungen verweigern die Arbeitgeberverbände nach wie vor ein Angebot, dass diesen Namen verdient. Da müssten die Beschäftigten beinahe noch Geld mitbringen. »» weiterlesen » Dienstag Kita-Streik!

Veddel: 53% SPD, 17 % CDU!!!

25. Februar 2008 | Ein Kommentar

LogoWahlDas ist wirklich ein Grund zum Freuen: Auf der Veddel haben wir bei der Bürgerschaftswahl satte 53% geschafft!! Bei nur 17,9% für die CDU - halbiert! Ich finde, das zeigt noch mal deutlich, dass schön Schnacken nicht dazu führt, dass es den Menschen besser geht. Hier ist die CDU richtig abgewählt. Konsequenterweise war ja deren Abgeordneter für die Veddel auch gar nicht erst wieder angetreten. Erfreulich dabei auch: nicht mal 1% ungültige Stimmen! Leider lag die Wahlbeteiligung etwas niedriger als beim letzten Mal. Bei der Bezirksversammlung einige ungültige Stimmen mehr, und auch weniger Wahlbeteiligung, was sicher am komplizierten Wahlrecht lag. Dafür erreicht die CDU hier nur 15,5 % (SPD 48,7%).

In Rothenburgsort liegen wir drunter, haben gegenüber 2004 aber trotzdem mehr als im Landesdurchschnitt zugelegt ( + 4,2%). Bei der Bürgerschaftswahl erreichen wir 41,3% in Rothenburgsort für die SPD (Bezirksversammlung 39,9%) . Bei beiden Wahlen gab es hier etwa drei Prozent ungültige Stimmen, aber leider auch eine niedrige Wahlbeteiligung, beim Bezirk noch niedriger als bei der Bürgerschaft (s.o., kompliziertes Wahlrecht).

Endspurt-Infostand

23. Februar 2008 | Hinterlasse einen Kommentar

Nelketraurige Truppe
Als erstes bekam ich heute Morgen eine “Viel-Glück-Nelke”, und bei super-Sonne rissen gute Stimmung und Ermunterungen auch nicht ab. Während sich nebenan bei der CDU drei Menschen am Infostand festhielten, standen bei uns locker dreissig. Anke hat noch nie so viel Material verteilt! Das hat zum Abschluss nochmal richtig Spass gemacht. Ach ja, und nächsten Donnerstag sind wir dann wieder im Fährhaus - das Wahlergebnis erklären…
letzter Infostand

… und täglich grüßt…

21. Februar 2008 | Hinterlasse einen Kommentar

das Murmeltier die Umfrage: ob täglich eine neue Umfrage die Demokratie wirklich voranbringt, weiß ich nicht. Das Institut heißt GMS (aus Hamburg), hat für Sat 1 genau 1.002 Menschen zwischen dem 18.02. und dem 20.02. befragt… Sie kommt zu folgendem Ergebnis: CDU 40 %, SPD 35 %, GAL 9 %, FDP 4 %, LINKE 8 %, Rest 4 % . In Sitzen ergibt das: CDU 53 , SPD 46 , GAL 12 , LINKE 10.

CDU: Kita-Plätze von Asylbewerbern abhängig!

20. Februar 2008 | Hinterlasse einen Kommentar

KindergartenWeil es weniger Asylbewerber gibt, werden in Hamburg mehr Kinder betreut: diesen Zusammenhang stellt Kusch Bürgermeisterin Schnieber-Jastram heute in einer Pressemitteilung her.
Natürlich ist diese Behauptung völliger Quatsch. Wer in Hamburg einen Kita-Platz bekommt, ist im Kinderbetreuungsgesetz geregelt und hängt nicht von der Zahl der Asylbewerber oder irgendwelchen anderen Nebengrößen ab. Andererseits gibt diese Pressemitteilung einen Hinweis auf die Denke des Bürgermeisters, der Soziales ja erst wieder finanzieren wollte, wenn man es sich leisten könne.

Hier der Auszug aus der heutigen Pressemitteilung von Frau Schnieber-Jastram: »» weiterlesen » CDU: Kita-Plätze von Asylbewerbern abhängig!

Klarer Umfrage-Trend

18. Februar 2008 | Hinterlasse einen Kommentar

Auf den ersten Blick mag die Flut an Umfragen und deren Ergebnissen verwirrend wirken. Wenn man die Befragungen in der richtigen Reihenfolge liest, wird auf den Blick zweiten schnell klar: Unsere Werte steigen beständig an, zuletzt 35, 34, 35 Prozent. Und während die CDU im letzten Jahr ausschließlich Werte über 40 Prozent hatte, lag sie zuletzt schon dreimal darunter.

Wahlkampf im Kindergarten

18. Oktober 2007 | Hinterlasse einen Kommentar

Kindergarten Die CDU hat ihr Wahlprogramm fertig. Ein neuer Kita-Tüv soll die Qualität in den Kitas künftig überprüfen. Das ist eine richtig gute Idee, denn da wird die CDU hoffentlich die Folgen ihrer eigenen Politik - größere Gruppen und weniger Personal - endlich in den Einrichtungen selbst bemerken! Bleibt zu hoffen, dass der Tüv unabhängig besetzt wird. Voraussetzung für mehr und hohe Qualität wäre erstmal, dass die CDU die Standardabsenkungen, die sie selbst eingeführt hat, zurücknimmt. Davon ist aber keine Rede. Einziges Zugeständnis im Kita-Bereich ist das Vorziehen des Rechtsanspruches auf einen Betreuungsplatz für die Zweijährigen. Über den sonstigen Erschwerten Zugang von Kindern in benachteiligteren Stadtteilen zur Kita kein Wort. Kein Wort auch zur Qualität und zum Bildungsauftrag (s.o.). Lesenswert der Artikel von Insa Gall in der Welt.

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