Asklepios-Betriebs-Kita in Gefahr?
8. August 2008 | Hinterlasse einen Kommentar
Der Betriebskindergarten der Asklepios-Klinik-Barmbek – der auch Stadtteil-Kinder im Gutscheinsystem betreut – befindet sich seit einiger Zeit übergangsweise in einem Gebäude des alten Klinikkomplexes, das jetzt zum Abriss bestimmt ist. Die „Duldung“ der Kita in diesem Gebäude soll im September 2009 auslaufen. Was dann aus der Betriebs-Kita wird, ist ungewiß. Offenbar spielt sie bei Geländeverkauf und Klinik-Neubau nur eine untergeordnete Rolle - aus Sicht der Kinder und Eltern ein großes Problem!
Nach Aussage des Elternrates der Kita wurden seit etlichen Monaten seitens der Asklepios-Klinik immer neue alternative Standorte für die Kita angekündigt und wieder abgesagt. Ebenfalls im Raum steht eine Aussage des Klinikbetreibers, die Kita würde im September 2009 geschlossen. Weiterhin ist die Rede von einem Neubau eines Kindergartens in der Nähe der Klinik, allerdings erst im Jahren 2010. Mit einer Kleinen Anfrage möchte ich zunächst mal genaueres wissen.Hier die Antwort des Senats.
Heimarbeit in der Sommerpause
3. August 2008 | Hinterlasse einen Kommentar
Hätte alles gar nicht so eilig sein müssen…. abgerissen werden soll am Rothenburgsorter Marktplatz nun doch erst Ende September. Nun ist mein Büro geräumt, nur dass dort mal die SPD hauste, steht noch im Fenster zu lesen. Im Stadtteil was Neues zu finden, ist echt nicht einfach. “Wir wissen gar nicht, ob der Eigentümer überhaupt vermieten will”, so der Verwalter eines Ladenlokals. Ein anderer, dem offenbar schon mein Anruf unangenehm war, weil er auch gar nichts so recht wusste über das Objekt, das er da verwaltete (so sieht es allerdings auch aus,das Objekt), hat das Fax mit der Vermietungsaufgabe bis heute nicht geschickt. Bei SAGA GWG ist natürlich auch Fehlanzeige. Bis sich also was findet, bin ich in der SPD-Zentrale in der Kurt-Schumacher-Allee 10 (3. Stock) ungergekommen. Solange wir dort noch kein richtiges Büro am Start haben, ist “Heimarbeit” angesagt - auch sehr nett!!
Einziges Hausboot fast gekentert
30. Juli 2008 | Hinterlasse einen Kommentar
Wenn “vltha” einen Artikel im Hamburger Abendblatt verfassen darf, gilt das redaktionsintern wahrscheinlich als gute Begründung, ausschließlich senatslobhudelnde Halbwahrheiten zu Papier zu bringen (i.e. im wesentlichen die Senats-PM abzupinseln). So mal wieder gestern zum Thema “Hausboote”. Hamburg solle wie Paris und Amsterdam werden, vorschußlorbeert man. Völlige Unkenntnis über die Tatsache, dass seit den vor drei Jahren hochtrabend verkündeten Senatsplänen kein einziges zusätzliches Hausboot auf Hamburgs Gewässen angelegt hat, ziert die Redaktion. Völlige Unkenntnis auch darüber, dass stattdessen reihenweise Hausbootstandorte plattgemacht wurden - vorallem die halblegalen im Hamburger Hafen. Natürlich ohne hier über Legalisierungs-, Umzugs- oder sonstige Möglichkeiten zu sprechen.
Auf meine offiziellen Anfragen heißt es dann folgerichtig auch: Es gibt keine Hausbootstandorte, die Einzelliegern angeboten werden können. Das hätte an der Bürokratie gelegen, weiß “vltha” zu schreiben (ignorierend, dass die senatseigene HPA-Bürokratie gerade das Problem ist). Nun würde aber alles gut, und stattdessen jetzt große Freude darüber, dass ein einziges Hausboot im Eilbekkanal…. .
Nein - soweit wars ja nun doch nicht. Kein Hausboot im Eilbekkanal.
Natürlich nur der leere Rumpf (Kasko) war zu sehen - denn wegen der niedrigen Brücken wurde nur das Fundament eines Hausbootes (die Kiste auf dem Foto, die wie eine Schute aussieht) nach Nord geschleppt.
Allerdings wohl nur für den Pressetermin! Heute berichtet Holger Buhr (Danke für das Foto), dass es durch Schaartor- und Rathausschleuse wieder in die Werft zurück ging:
Ein Leck sei gefunden worden. Ich finde, das ist bezeichnend für die ganzen angeblichen Senatspläne für Hausboote. Wobei die den Begriff sowieso nicht verstanden haben; bisher werden uns ja ausschließlich Gewerbelieger als Hausboote angedreht, die eigentlichen Wohnschiffe aber systemmatisch platt gemacht.
Peinliche Nummer - aber ob das Abendblatt das auch berichten wird?
Statistikamt korrigiert Norderelb-Fehler
28. Juli 2008 | Ein Kommentar
Heute Morgen am Telefon wollte mir die zuständige Mitarbeiterin des Statistikamtes ja noch erklären, dass die veränderte Arbeitslosenquote in Rothenburgsort ja mit irgendwelchen Schaustellern zusammenhänge (die ihr Winterlager in RBO vor ca. 15 Jahren verlassen haben), auf der Veddel mit Studenten (die da seit drei bis vier Jahren wohnen), eventuell auch mit Veränderungen beim Einwohnermeldeamt aufgrund zurückgeschickter Wahlbenachrichtigungen… Klar. 3.200 falsche Wahlbenachrichtigungen. Super plausibel. Na, wie auch immer, im Laufe des Telefonats katamen dann die falschen Zahlen bzw. Grundgesamtheiten heraus, und nun hat das Statistikamt auch die korrigierende Pressemitteilung herausgegeben. Die tatsächlichen Anteile der Arbeitslosen auf der Veddel und in Rothenburgsort finden sich also hier. Demnach ist die Zahl in Rothenburgsort nicht etwa um 3 % schlechter, sondern um 4,1% besser geworden. Auf der Veddel beträgt die Verbesserung nicht 7,1, sondern 2,7%. Und die Geschichte von den geheimnisvollen Trends und den ungleichen Stadtteilen bleibt ein Märchen. Was auch das Abendblatt einen Tag später kleinlaut einräumt.
Rothenburgsort im statistischen Sommerloch
28. Juli 2008 | Hinterlasse einen Kommentar
Abendblatt macht aus Statistik-Ente große Geschichte und dabei Rothenburgsort schlecht.
So kanns gehen, wenn falsche Zahlen nicht auffallen und ungeprüft in eine große Berichterstattung übernommen werden. Rothenburgsort, mal wieder. Überall gehen die Arbeitslosenraten zurück, Hoffnung färbt den Hamburger Arbeitslosenatlas im Abendblatt am Freitag allerorts grün. Nur nicht in Rothenburgsort. Tiefrote Warnung vor dem Stadtteil: Hier sei die Arbeitslosigkeit um 3 auf über 15% gestiegen!
Auf der Benachbarten Veddel hingegen gäbe es - laut Statistikamt - eine Positiventwicklung: 7,1% weniger Arbeitslose wurden dort vermeldet. Da kann doch was nicht stimmen? Nicht so das Abendblatt, das am Sonnabend (Ferienzeit, Sommerloch) nachlegte mit einer großen Geschichte über die (un)gleichen Stadtteile. Sind die Studenten schuld, die schon seit vier Jahren auf der Veddel wohnen, aber jetzt erst statistisch auffallen? Das hätte aber doch nichts mit Rothenburgsort zu tun?
Es wäre vielleicht die erfolgreiche Senatspolitik, die die Veddel so nach vorn gebracht hätte, erstaulich sei allerdings, dass die Rothenburgsorter gar nicht so richtig merken, wie schlecht es ihnen geht - so die tiefschürfenden Erklärungsversuche der Abendblatt-Redaktion. Auffällig seien die Zahlen ja schon, bemerkte man, und vielleicht ja auch Zufall? So blieb das Ganze dann stehen.
Ein Blick in die Statistiken zeigt: von Juli bis Dezember letzten Jahres ist die Zal der Arbeitslosen in Rothenburgsort um 30 gesunken, die Bevölkerung um 400 angewachsen - aber die Quote der Arbeitslosen soll um 5% gestiegen sein!? Was da wohl dahinter steckt? Ist fast die Hälfte der 15-65-Jährigen, auf die bezogen die Quote errechnet wird, weggezogen? Eine demografische und stadtentwicklungspolitische Sensation?
So erstaunlich ist das Ganze gar nicht. Ein einfacher Dreisatz bringt zutage: Die Zahlen müssen schlicht falsch sein.
Inzwischen und nach einem Anruf beim Statistikamt ist auch klar, was die Ursache für die fehlerhafte Veröffentlichung ist: Bei der Eingabe der Bevölkerungszahl wurde die (viel kleinere) Veddel mit Rothenburgsort vertauscht. Die annähernd gleich gebliebene absolute Arbeitslosenzahl in beiden Stadtteilen wurde so in einem Fall auf eine viel kleinere, im anderen auf eine viel größere “Kopfzahl” verteilt. Das ergab natürlich prozentual gesehen dramatische Veränderungen.Von der Veddel von 12,9 auf 5,8 (Rückgang), in Rothenburgsort von 9,8 auf 15,8 (Anstieg): die Veröffentlichung der Statistiker ist schlichtweg falsch. Die Arbeitslosigkeit in Rothenburgsort ist nicht gestiegen, sondern gesunken - wie überall in Hamburg. Und auf der Veddel gibt es keine Veränderung - die Arbeitslosenquote blieb die gleiche.
Dass Zahlen vertauscht werden, kann wohl passieren. Dass es vor der Veröffentlichung niemand merkt, ist bedauerlich. Erstaunlich finde ich, dass das Statistikamt selbst in seinem Begleittext auf die dramatische Veränderung hinweist, aber offenbar keinen Anlass sieht, die Situation noch einmal zu prüfen. Und natürlich ist es sehr schade, dass Hamburgs größte Zeitung dies einfach abschreibt. Auch dort hätte man schließlich merken können, dass etwas nicht stimmt, wenn die absolute Zahl der Arbeitslosen in Rothenburgsort zurückgeht, zugleich aber die Quote dramatisch steigt.
Journalistisch und statistisch spannend, wie es nun weitergeht - und die Sache korrigiert wird.
Rothenburgsort räumt auf!
27. März 2008 | Hinterlasse einen Kommentar
Unter dem Motto “Rothenburgsort räumt auf” beteiligen sich die Jusos Veddel-Rothenburgsort, die Jugendfeuerwehr Rothenburgsort/Veddel und das Haus der Jugend Rothenburgsort an der hamburgweiten Aktion “Hamburg räumt auf”. Am Montag, den 7. April um 17 Uhr treffen sich die Gruppen beim Rothenburgsorter Feuerwehrhaus (Billhorner Kanalstraße 45), um dann gemeinsam Hand anzulegen. Alle Interessierten sind eingeladen, mitzutun. Für Handschuhe und Müllsäcke ist gesorgt.
“Hamburg räumt auf” war eine sozialdemokratische Erfindung, die der CDU-Senat zum Glück weiterführt: sie wird von der Stadtreinigung und der Behörde für Stadtentwicklung getragen. Hamburgweit sind Vereine und Initiativen aufgerufen, sich vom 4. bis zum 13. April daran zu beteiligen. Neben der Unterstützung mit Handschuhen und Müllsäcken gibt es für die Teilnehmer eine Verlosung. Weitere Informationen finden sich unter www.hamburg-raeumt-auf.de .
Von Beust leugnet die soziale Spaltung Hamburgs und macht sich damit lächerlich!
23. Februar 2008 | Hinterlasse einen Kommentar
Eine soziale Spaltung in Hamburg gibt es nicht! So Ole von Beusts Blick auf das Leben in der Hansestadt. Mag sein, dass sich einem dieser Eindruck aufdrängt, wenn man selber seine Freizeit auf Sylt verbringt, die eigene Arbeit auf das Besuchen von Gala-Veranstaltungen reduziert und unter Bürgernähe das Durchfahren von Stadtteilen, getarnt mit Baseball-Kappe versteht. Wissenschaftliche Experten, die Kirche und selbst sein eigener Senator für Stadtentwicklung haben da einen realistischeren Blick auf die Hamburger Lebensverhältnisse.
Gemeinsam mit unserem Fraktionsvorsitzenden Michael Neumann habe ich eine Kleine Anfrage an den Senat gestellt, in der wir uns erkundigen, ob dem Bürgermeister bislang unbekannte Studien bekannt sind, die eine soziale Spaltung der Stadt verneinen und ob er der Meinung ist, die soziale Spaltung sei eine Erfindung der Kirchen. Antwort: nein. Der Senat hat „keine wissenschaftlichen Erkenntnisse“. Abgesehen von von Beusts peinlichem Zitat zeigt das auch, was der Lebenslagenbericht des CDU-Senats wert ist: nichts. Weil man solche Fragen dort gar nicht erst gestellt hat. Die übrigen Antworten entsprechen unserer Erwartung. Fazit: Von Beust steht mit seiner Sicht allein und lächerlich da.
Lebenswerte Stadt: Nur Ankündigungen
18. Februar 2008 | Hinterlasse einen Kommentar
Die CDU meint ihre Initiative “Lebenswerte Stadt” offenbar nicht ernst. Bürgermeister von Beust hatte zwar angekündigt, im Jahr 2008 10 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Tatsächlich sind aber die entsprechenden Mittel überhaupt nicht freigegeben!
Im Dezember 2006 hat die CDU-Bürgerschaftsfraktion zwar ein 100-Millionen-Euro-Programm angekündigt, tatsächlich aber nur 10 Millionen Euro für 2007 beschlossen. Für das laufende Jahr hat sie keine Mittel in den Haushalt eingestellt - bis heute nicht. Da werden Hilfen für Stadtteile angekündigt, aber aber nicht einmal der erste notwendige Schritt getan. Der Bürgermeister nimmt die Soziale Stadtentwicklung offensichtlich nur als Wahlkampfthema ernst. Zeit, ihn abzuwählen.
Mieterschutz und Wohnraumförderung für breite Bevölkerungsschichten
7. Februar 2008 | Hinterlasse einen Kommentar
Gemeinsam mit FraktionskollegInnen habe ich einen Antrag zu diesem Thema gestellt, der als PDF herunter geladen werden kann.
Grundüberholung und Aufwertung des Entrees zum Altonaer Theater und zum Altonaer Museum
6. Februar 2008 | Hinterlasse einen Kommentar
Dieser Antrag kann hier als PDF herunter geladen werden.



